{"id":3689,"date":"2020-10-12T09:00:30","date_gmt":"2020-10-12T07:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/barth-datenschutz.de\/?p=3689"},"modified":"2021-11-03T14:28:04","modified_gmt":"2021-11-03T13:28:04","slug":"interner-datenschutzbeauftragter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/barth-datenschutz.de\/blog\/interner-datenschutzbeauftragter\/","title":{"rendered":"10 Gr\u00fcnde, warum ein interner Datenschutzbeauftragter selten funktioniert"},"content":{"rendered":"<p>Wer einen Datenschutzbeauftragten einstellen muss, steht erst einmal vielen Fragen gegen\u00fcber. Die wohl wichtigste Entscheidung lautet: Soll es ein interner Datenschutzbeauftragter sein \u2013 oder ein externer? Die zehn wichtigsten Gr\u00fcnde gegen einen internen Beauftragten haben wir Ihnen in diesem Beitrag zusammengestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Arbeitgeber ist die Entscheidung schnell klar. Intern nat\u00fcrlich. Keine neuen Kosten, und der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin kennt sich auch schon mit s\u00e4mtlichen Gesch\u00e4ftsabl\u00e4ufen aus. Eigentlich ganz logisch \u2013 oder? Tats\u00e4chlich ist es so, dass ein interner Datenschutzbeauftragter viele Nachteile mit sich bringt, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so offensichtlich sind.<\/p>\n<h2>Grund 1: Ein interner Datenschutzbeauftragter muss aus- und weitergebildet werden<\/h2>\n<p>Ihrem internen Datenschutzbeauftragten f\u00e4llt das Wissen rund um die DSGVO nat\u00fcrlich nicht aus heiterem Himmel in den Scho\u00df. Er oder sie muss zun\u00e4chst umfassend ausgebildet werden \u2013 und dann in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Weiterbildungen besuchen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch gro\u00dfe Summen Geld. Im Gegensatz dazu f\u00e4llt bei einem externen Partner \u201enur\u201c das monatliche Honorar an.<\/p>\n<h2>Grund 2: Wer zum internen Datenschutzbeauftragten berufen wird, hat trotzdem noch andere Aufgaben<\/h2>\n<p>Der Posten des internen Datenschutzbeauftragten ist in der Regel kein Vollzeitjob \u2013 Ihre Angestellte oder Ihr Angestellter m\u00fcssen nebenbei noch die \u00fcbrigen Aufgaben des Tagesgesch\u00e4fts erledigen. Die Folge: \u00dcberforderung und mangelhafte Ausf\u00fchrung, denn der Fokus kann nicht allein auf den Datenschutz gelegt werden. Das f\u00fchrt uns zum n\u00e4chsten Grund.<\/p>\n<h2>Grund 3: Die beschr\u00e4nkte Arbeitnehmer-Haftung<\/h2>\n<p>Stellen wir uns also nun vor, Mitarbeiter Peter F. \u00fcbernimmt seit einigen Monaten die Rolle des internen Datenschutzbeauftragten. Gerade ist Hochsaison in Ihrem Betrieb, und Herr F. hat alle H\u00e4nde voll zu tun, die Bestellungen zu sortieren. So voll, dass ihm dabei der <a href=\"https:\/\/barth-datenschutz.de\/oeffentlich\/datenschutz-achtsamkeit-der-mitarbeiter\/\">Datenschutz<\/a> aus den Augen ger\u00e4t. Es kommt wie es kommen muss, und einem weiteren Mitarbeiter unterl\u00e4uft eine Datenpanne, die auf die Unachtsamkeit von Herrn F. zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Und nun?<\/p>\n<p>Wir sagen es ganz unverbl\u00fcmt: Die Schuld liegt bei Ihnen als Arbeitgeber \u2013 und Sie d\u00fcrfen das Bu\u00dfgeld zahlen. Ein externer Datenschutzbeauftragter h\u00e4tte die Konsequenzen dagegen selbst tragen m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Grund 4: Ein interner Datenschutzbeauftragter ist oft Interessenkonflikten ausgesetzt<\/h2>\n<p>Herr F. hat heute einen Versto\u00df gegen die DSGVO bemerkt, den er eigentlich bei Ihnen melden m\u00fcsste. Das Problem? Der Versto\u00df wurde von Herrn P. begangen \u2013 und der ist Herrn F. der liebste Kollege. Seine Festung im Sturm. Der, der ihm ohne Meckern eine Zigarette leiht, der, mit dem er sich \u00f6fters am Kaffeeautomaten trifft, der, mit dem er mittags gerne zum Bratwurststand gegen\u00fcber spaziert. Wenn Herr F. Herrn P. also bei Ihnen anschw\u00e4rzen w\u00fcrde, g\u00e4be das b\u00f6ses Blut \u2013 aber w\u00fcrde er es nicht tun, verst\u00f6\u00dft er gegen seine Pflicht als Datenschutzbeauftragter. Und jetzt?<\/p>\n<p>Sie sehen schon: Ein neutraler, <a href=\"https:\/\/barth-datenschutz.de\/oeffentlich\/externer-datenschutzbeauftragter\/\">externer Datenschutzbeauftragter<\/a> hat diesen Interessenkonflikt nicht und z\u00f6gert deshalb auch nicht, alle Missst\u00e4nde aufzuzeigen und daf\u00fcr zu sorgen, dass Sie die DSGVO gr\u00fcndlich umsetzen.<\/p>\n<h2>Grund 5: Ihr Mitarbeiter sieht den Wald vor lauter B\u00e4umen nicht<\/h2>\n<p>Sehen wir uns weiter an, wie Herr F. scheitern k\u00f6nnte. Mittlerweile f\u00fchlt es sich an, als s\u00e4\u00dfen Sie im Theater und w\u00fcrden in einer \u00e4u\u00dferst emotionalen Trag\u00f6die verfolgen, wie die Protagonisten eine Fehlentscheidung nach der n\u00e4chsten treffen.<\/p>\n<p>Da Herr F. schon einige Jahre in Ihrem Unternehmen angestellt ist, sieht er vieles einfach nicht mehr. Klar, die Weiterbildung zum Datenschutzbeauftragten hat seinen Blick in vielen Angelegenheiten zwar gesch\u00e4rft \u2013 aber manches \u201emachen wir ja schon immer so\u201c. Dass die eine Angewohnheit nicht wirklich DSGVO-konform ist, f\u00e4llt nicht auf. Ihr interner Datenschutzbeauftragter ist betriebsblind. Dagegen geht ein externer Beauftragter immer mit einem objektiven Blick an alle Abl\u00e4ufe heran und \u2013 ganz wichtig \u2013 scheut es auch nicht, den Konflikt zu suchen.<\/p>\n<h2>Grund 6: Interne Datenschutzbeauftragte genie\u00dfen einen erweiterten K\u00fcndigungsschutz<\/h2>\n<p>Sie sind nun also verst\u00e4ndlicherweise sehr unzufrieden mit Herrn F. und beschlie\u00dfen, ihn gegen einen externen Partner auszutauschen. Leichter gesagt als getan \u2013 denn Ihrem internen Datenschutzbeauftragten k\u00f6nnen Sie nicht einfach k\u00fcndigen. Es muss in jedem Fall ein objektiver, schwerwiegender Grund vorliegen, zum Beispiel:<\/p>\n<ul>\n<li>Ein Geheimnisverrat<\/li>\n<li>Dauerhafte Verletzung der Pflichten<\/li>\n<li>Ihr Unternehmen l\u00e4uft nicht mehr und muss stillgelegt werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Regel greift jedoch nur, wenn Sie aufgrund Ihrer Mitarbeiteranzahl dazu verpflichtet waren, einen Datenschutzbeauftragten zu berufen.<\/p>\n<h2>Grund 7: Die mangelnde branchenweite Erfahrung<\/h2>\n<p>Was hat ein externer Datenschutzbeauftragter, was ein interner nicht hat? Richtig \u2013 Erfahrung aus verschiedensten Branchen und Unternehmen. Das ist von Vorteil, denn so kann er oder sie mit einer ganzen Palette an Strategien und Erkenntnissen aufwarten, die Ihrem Mitarbeiter fehlen.<\/p>\n<h2>Grund 8: Die mangelnde Erfahrung mit Beh\u00f6rden<\/h2>\n<p>Und wenn wir schon einmal bei Erfahrung sind: Auch im Umgang mit Beh\u00f6rden kennt sich ein interner Datenschutzbeauftragter selten umfassend aus. Denn wie oft kommt es vor, dass Herr F. sich mit der Aufsichtsbeh\u00f6rde auseinandersetzen muss?<\/p>\n<h2>Grund 9: Woher bekommen Sie die Urlaubsvertretung?<\/h2>\n<p>Es ist Juli. Herr F. liegt unter Palmen und genie\u00dft seinen Urlaub. W\u00e4hrend er v\u00f6llig entspannt seinen Cocktail schl\u00fcrft, geht bei Ihnen die Welt unter \u2013 wer k\u00fcmmert sich in diesen zwei Wochen um den Datenschutz? Jedem anderen Mitarbeiter fehlt die Zeit und das Wissen. Mit einem externen Partner h\u00e4tten Sie dieses Problem nicht. Denn der sorgt daf\u00fcr, dass im Fall einer Abwesenheit immer eine kompetente Vertretung zur Stelle ist, die Ihnen mit der gleichen Expertise aushilft.<\/p>\n<h2>Grund 10: Bei einem internen Datenschutzbeauftragten fehlt oft die Kostenkontrolle<\/h2>\n<p>Hier noch eine Software, da noch ein neues Tool \u2013 Herr F. findet immer wieder neue Dinge, die er f\u00fcr seine Arbeit als interner Datenschutzbeauftragter braucht. F\u00fcr Sie bedeutet das: Unkontrollierbare Kosten. Oder Sie streichen Herrn F. ab sofort alle Neuanschaffungen.<\/p>\n<p>Mit einem externen Beauftragten schlie\u00dfen Sie vorab einen Vertrag, in dem die Preise \u00fcberschaubar und klar festgelegt sind. Keine \u00dcberraschungen auf der monatlichen Abrechnung.<\/p>\n<p>Das waren zehn Gr\u00fcnde, die unser Meinung nach klar gegen einen internen Datenschutzbeauftragten sprechen. Ein Mitarbeiter muss nicht als Notl\u00f6sung herhalten, wenn das Budget nicht f\u00fcr einen kompetenten externen Partner reicht \u2013 oder sich der Aufwand vermeintlich nicht lohnt. Liegt Ihre Mitarbeiterzahl unter 20, k\u00f6nnen Sie Ihren Datenschutz auch einfach unserem smarten Tool anvertrauen. Dass Ihnen das keine schlaflosen N\u00e4chte, z\u00e4he Interessenkonflikte und Urlaubspanik bereiten wird, versprechen wir!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer einen Datenschutzbeauftragten einstellen muss, steht erst einmal vielen Fragen gegen\u00fcber. Die wohl wichtigste Entscheidung lautet: Soll es ein interner Datenschutzbeauftragter sein \u2013 oder ein externer? 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