Arbeiten im Homeoffice

Arbeiten im Homeoffice

Das Arbeiten außerhalb der zentralen Büroräume des Arbeitgebers war schon vor der Corona-Pandemie im Trend.
Fahrzeiten und Fahrkosten ins Büro entfallen und zur Not kann zwischendurch auch mal eingekauft werden. Solche und weitere Vorteile machen mobiles Arbeiten oder Arbeiten von zu Hause aus, auch „Telearbeit“ genannt, immer beliebter.

Schon vor der Corona-Pandemie ließen laut dem Branchenverband Bitkom vier von zehn Unternehmen ihre Mitarbeiter ganz oder teilweise von Zuhause arbeiten.

Durch die Kontaktbeschränkungen im Frühjahr und Sommer 2020 hat das gesamte Thema Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten nochmals deutlich an Bedeutung gewonnen.

Das verlangt jedoch jeder Seite einiges ab: Vertrauen beim Arbeitgeber und Selbstorganisation beim Arbeitnehmer.

Als Datenschützer betrachte ich zuerst einmal die beiden Themen Datenschutz und IT-Sicherheit. Beide Bereiche müssen die Verantwortlichen regeln. Was Sie tun können für ein sicheres Homeoffice finden Sie in meinem Whitepaper hier und warum die IT-Sicherheit so elementar wichtig ist in meinem Blog-Artikel zu gestiegenen Cyberangriffen während der Corona-Zeit hier.

Homeoffice vs. Mobiles Büro das sind zwei verschiedene Dinge:

Die beiden Begriffe können Sie nicht synonym verwenden. Homeoffice wird auch Tele- oder Heimarbeit genannt und unterscheidet sich stark von mobilem Arbeiten, z.B. in der Bahn, im Restaurant oder aktuell auch, Corona-bedingt, auf dem heimischen Küchentisch.

Das Homeoffice ist ein fest installierter Arbeitsplatz zu Hause. Der Arbeitgeber stellt dafür die Ausrüstung wie Computer und eventuell sogar die Büromöbel. Der Arbeitnehmer muss an diesem Arbeitsplatz erreichbar sein und arbeiten.

Es gilt zudem das Arbeitsschutz- und Arbeitsstättenrecht. Der Arbeitgeber prüft also auch, ob das Homeoffice den arbeitsschutzrechtlichen Standards entspricht.

In Zeiten von Smartphones und Laptops wird aber auch zunehmend mobil gearbeitet. Wesentlicher Unterschied zwischen mobiler Arbeit und Homeoffice: Beim mobilen Arbeiten gibt es lediglich einen Arbeitsauftrag. Wo und wann dieser erfüllt wird, ist egal. Da kann auch das Café zum Büro werden. Die Auslagerung der Arbeitsplätze während der Corona-Pandemie waren aus meiner Sicht eher mobile Arbeitsplätze, kein Homeoffice.

Im Homeoffice hat der Arbeitgeber Zutrittsrecht

Da der Arbeitgeber für den Arbeitsschutz sorgen muss und auch die Computer-Software den betrieblichen Anforderungen etwa an den Datenschutz zu entsprechen hat, wird im Regelfall ein Betretungsrecht im Arbeitsvertrag vereinbart. Wenn der Arbeitnehmer also einen Homeoffice-Arbeitsplatz möchte, muss er einer entsprechenden Klausel im Home-Office-Vertrag zustimmen.

Wie sind die Mitarbeiter im Homeoffice versichert?

Grundsätzlich sind die Beschäftigten bei Ausübung ihrer Tätigkeit im Homeoffice versichert. Allerdings besteht kein Versicherungsschutz, wenn der Arbeitnehmer sich z.B.in der Küche etwas zu trinken holt und dabei stürzt. Denn es handelt sich bei der Nahrungsaufnahme nicht um eine versicherte berufsbezogene Tätigkeit, sondern um ein „eigenwirtschaftliches Interesse“. Passiert etwas, wenn sich der Arbeitnehmer eine Druckerpatrone holt, handelt es sich hingegen um eine dienstliche Tätigkeit und damit um einen versicherten Arbeitsunfall. Die Abgrenzung ist im Einzelfall aber schwierig.

Was gilt beim mobilen Arbeiten?

Beim mobilen Arbeiten gilt grundsätzlich auch der gesetzliche Arbeitsschutz. Der Arbeitnehmer ist allerdings der Kontrolle des Arbeitgebers weitestgehend entzogen. Das mobile Arbeiten kann deshalb gewisse Gefahren bergen: Wer stundenlang auf der Couch eines Cafés vor einem kleinen Tablet kauert, kann Fehlhaltungen entwickeln. Eine Gefährdungsbeurteilung des „mobilen Arbeitsplatzes“ gibt es nicht.

Aber der Verantwortliche sollte die mobile Arbeit prüfen und den Mitarbeitern auf solche Gefahren hinweisen. Gerade bei mobiler Arbeit ist die richtige Unterweisung wichtig. Das gilt auch für die Einhaltung der Arbeitszeiten. Fest definierte Anwesenheits- und Erreichbarkeitszeiten wie im Homeoffice gibt es beim mobilen Arbeiten oft nicht. Dennoch gilt auch hier das Arbeitszeitgesetz, wonach werktags in der Regel nicht mehr als acht Stunden gearbeitet werden darf und dazwischen eine Ruhezeit von elf Stunden einzuhalten ist.

Die Vorgaben des Datenschutzes und der IT-Sicherheit müssen beim mobilen Arbeiten genauso erfüllt werden, wie im Homeoffice.

10 Schritte zum effizienten und sicheren Homeoffice-Arbeitsplatz.

Als Arbeitgeber haben Sie in Interesse daran, dass Ihre Mitarbeiter im Homeoffice oder mobilen Büro nicht nur sicher im Sinne des Arbeitsschutzes, der rechtlichen Vorgaben, des Datenschutzes und der IT-Sicherheit arbeiten. Sondern auch effizient und Produktiv. Um dies zu erreichen müssen Sie die Mitarbeiter einbinden, unterweisen und mit der passenden Hard- und Software ausstatten.

In meinem Webinar „Das effiziente und sichere Homeoffice“ erfahren die Teilnehmer, auf was es zu achten gilt und wie sie die wichtigsten Schritte konkret umsetzen. Ich freue mich, Sie in diesem Webinar zu begrüßen. Infos finden Sie hier.

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