„Uns trifft das nicht – wir sind doch kein Großkonzern.“ Dieser Gedanke hält sich hartnäckig in vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Doch die Realität sieht anders aus: KMU sind längst ein bevorzugtes Ziel für Cyberkriminelle – genau weil dort oft die IT-Sicherheit vernachlässigt wird. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf reale Angriffsbeispiele aus dem Mittelstand und zeigen, wie sich solche Szenarien mit einfachen Mitteln vermeiden lassen.
Fall 1: Trojaner über gefälschte Bewerbung – Handwerksbetrieb lahmgelegt
Ein kleiner Installationsbetrieb erhielt eine Bewerbung per E-Mail – mit Anhang. Der Inhaber öffnete das PDF – nichts passierte. Am nächsten Tag funktionierte kein Computer mehr. Die komplette Buchhaltung, Kundendaten und Angebotsunterlagen waren verschlüsselt – und die Angreifer forderten 8.000 Euro in Bitcoin.
Was war das Problem?
- Kein Virenscanner auf dem Arbeitsplatz
- Keine Schulung der Mitarbeiter
- Kein funktionierendes Backup
Wie hätte man es verhindern können?
- Grundschutz (Virenschutz, regelmäßige Updates)
- Sensibilisierung für Phishing
- Offline-Backup und Notfallplan
Fall 2: E-Mail-Konto geknackt – und weitergenutzt für Betrug
Ein Maschinenbauer bemerkte, dass mehrere Kunden plötzlich Rechnungen mit geänderter Bankverbindung erhielten. Der Schaden: über 30.000 Euro. Ursache: Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte ein altes, nicht deaktiviertes E-Mail-Konto mit schwachem Passwort.
Was war das Problem?
- Keine Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Keine regelmäßige Prüfung alter Konten
- Mangelndes Zugriffsmanagement
Wie hätte man es verhindern können?
- Zugangskontrollen und Passwortmanagement
- 2FA für alle E-Mail-Konten
- Prozesse für Onboarding und Offboarding
Fall 3: Cloud-Dienst falsch konfiguriert – Kundendaten öffentlich
Ein IT-Dienstleister speicherte Kundendaten in der Cloud – ohne Zugriffsbeschränkung. Eine einfache Google-Suche reichte aus, um sensible Unterlagen öffentlich einsehbar zu machen. Die Folge: Anzeige, Bußgeld und Vertrauensverlust.
Was war das Problem?
- Fehlende Sicherheitskonfiguration
- Keine regelmäßige Kontrolle der Cloud-Dienste
- Keine Datenschutz-Folgeabschätzung
Wie hätte man es verhindern können?
- Sicherer Cloud-Einsatz (Zugriff, Verschlüsselung)
- Externe Überprüfung der IT-Sicherheit
- Dokumentation und Verantwortlichkeit
Fall 4: Warum KMU besonders gefährdet sind – und wie sie sich schützen können
KMU haben oft keine eigene IT-Abteilung – oder nur eingeschränkte Kapazitäten. Genau deshalb ist ein strukturierter Überblick über die IT-Risiken entscheidend.
Barth Datenschutz bietet speziell für kleine Unternehmen einen Cyberrisiko-Check nach DIN SPEC 27076 an – verständlich, übersichtlich und praxisnah.
Fazit: Die nächste Attacke kommt bestimmt – sind Sie vorbereitet?
Cyberangriffe auf KMU sind keine Ausnahme mehr, sondern Alltag. Wer sich darauf verlässt, „schon nicht betroffen zu sein“, spielt mit dem Risiko – und mit seiner Existenz. Reagieren Sie nicht erst, wenn es zu spät ist.
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