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Cyberangriffe in KMU – reale Fälle und wie man sie verhindert

19. Februar 2026

von Achim Barth

 

„Uns trifft das nicht – wir sind doch kein Großkonzern.“ Dieser Gedanke hält sich hartnäckig in vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Doch die Realität sieht anders aus: KMU sind längst ein bevorzugtes Ziel für Cyberkriminelle – genau weil dort oft die IT-Sicherheit vernachlässigt wird. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf reale Angriffsbeispiele aus dem Mittelstand und zeigen, wie sich solche Szenarien mit einfachen Mitteln vermeiden lassen.

Fall 1: Trojaner über gefälschte Bewerbung – Handwerksbetrieb lahmgelegt

Ein kleiner Installationsbetrieb erhielt eine Bewerbung per E-Mail – mit Anhang. Der Inhaber öffnete das PDF – nichts passierte. Am nächsten Tag funktionierte kein Computer mehr. Die komplette Buchhaltung, Kundendaten und Angebotsunterlagen waren verschlüsselt – und die Angreifer forderten 8.000 Euro in Bitcoin.

Was war das Problem?

  • Kein Virenscanner auf dem Arbeitsplatz
  • Keine Schulung der Mitarbeiter
  • Kein funktionierendes Backup

Wie hätte man es verhindern können?

  • Grundschutz (Virenschutz, regelmäßige Updates)
  • Sensibilisierung für Phishing
  • Offline-Backup und Notfallplan

Fall 2: E-Mail-Konto geknackt – und weitergenutzt für Betrug

Ein Maschinenbauer bemerkte, dass mehrere Kunden plötzlich Rechnungen mit geänderter Bankverbindung erhielten. Der Schaden: über 30.000 Euro. Ursache: Ein ehemaliger Mitarbeiter hatte ein altes, nicht deaktiviertes E-Mail-Konto mit schwachem Passwort.

Was war das Problem?

  • Keine Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Keine regelmäßige Prüfung alter Konten
  • Mangelndes Zugriffsmanagement

Wie hätte man es verhindern können?

  • Zugangskontrollen und Passwortmanagement
  • 2FA für alle E-Mail-Konten
  • Prozesse für Onboarding und Offboarding

Fall 3: Cloud-Dienst falsch konfiguriert – Kundendaten öffentlich

Ein IT-Dienstleister speicherte Kundendaten in der Cloud – ohne Zugriffsbeschränkung. Eine einfache Google-Suche reichte aus, um sensible Unterlagen öffentlich einsehbar zu machen. Die Folge: Anzeige, Bußgeld und Vertrauensverlust.

Was war das Problem?

  • Fehlende Sicherheitskonfiguration
  • Keine regelmäßige Kontrolle der Cloud-Dienste
  • Keine Datenschutz-Folgeabschätzung

Wie hätte man es verhindern können?

  • Sicherer Cloud-Einsatz (Zugriff, Verschlüsselung)
  • Externe Überprüfung der IT-Sicherheit
  • Dokumentation und Verantwortlichkeit

Fall 4: Warum KMU besonders gefährdet sind – und wie sie sich schützen können

KMU haben oft keine eigene IT-Abteilung – oder nur eingeschränkte Kapazitäten. Genau deshalb ist ein strukturierter Überblick über die IT-Risiken entscheidend.

Barth Datenschutz bietet speziell für kleine Unternehmen einen Cyberrisiko-Check nach DIN SPEC 27076 an – verständlich, übersichtlich und praxisnah.

Fazit: Die nächste Attacke kommt bestimmt – sind Sie vorbereitet?

Cyberangriffe auf KMU sind keine Ausnahme mehr, sondern Alltag. Wer sich darauf verlässt, „schon nicht betroffen zu sein“, spielt mit dem Risiko – und mit seiner Existenz. Reagieren Sie nicht erst, wenn es zu spät ist.

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Von |2026-02-20T16:18:37+01:00Februar 2026|Cybersicherheit|